Mit der mittlerweile 26. Ausgabe des Konfliktbarometers setzt das HIIK seine jährlich erscheinenden Berichte zum weltweiten Konfliktgeschehen fort. Das Jahr 2017 stand im Zeichen von einer zunehmenden Anzahl von Kriegen in Afrika. Neue Kriege entstanden in der Demokratischen Republik Kongo, in der Zentralafrikanischen Republik und in Äthiopien, sowie auch in Myanmar und auf den Philippinen.  Zusätzlich dazu haben nicht-gewaltsame zwischenstaatliche Konflikte die poltischen Entwicklungen im letzten Jahr beeinflusst. Während der Konflikt zwischen Japan, Südkorea und den USA auf der einen Seite und Nordkorea auf der anderen Seite die internationale Politik entscheidend geprägt hat, beeinflusste der Konflikt zwischen Katar auf der einen Seite und Saudi-Arabien, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten auf der anderen Seite vor allem den Mittleren Osten.

Im Jahr 2017 führte das HIIK eine neue Kategorie mit dem Namen „Spotlights“ ein. Diese kurzen Artikel ergänzen die gut bewährten Konfliktbeschreibungen, indem sie zusätzliche Informationen zu bestimmten Konflikten und deren Auswirkung auf politische Realitäten liefern.  Die Spotlights sollen die Absicht des HIIKs verdeutlichen, quantitative Konfliktbestimmung und qualitative Ansätze zu kombinieren. Beleuchtet werden dabei Cyberkonflikte, die politischen Entwicklungen in Pakistan, Äthiopien und der Demokratischen Republik Kongo, wie Opium Konflikte in Afghanistan fördert und welche Rolle die NATO derzeit in Europa spielt. Zusätzlich dazu reflektiert und diskutiert das HIIK seine eigene Methodik durch deren beispielhafte Anwendung auf aktuelle Konflikte in Kolumbien.

Wie in vergangenen Jahren beinhaltet der Konfliktbarometer auch umfangreiche Darstellungen von Maßnahmen zur Konfliktlösung wie Verhandlungen oder Verträge,  UN Friedensmissionen, sowie auch verbindliche Entscheidungen des IGH und der ICC. Schließlich bietet der Bericht auch eine visuelle Darstellung der Konstellationen von zwischenstaatlichen Konflikten der letzten drei Jahre in Form von Netzwerkgraphen.

Der Konfliktbarometer 2017 kann hier heruntergeladen werden:

Das Konfliktbarometer ist ebenfalls als iOS App über den App Store verfügbar.

 

Der Vorstand möchte allen, die an diesem Bericht mitgewirkt haben, für ihren herausragenden Einsatz danken, vor allem während der letzten Phase der Redaktion. Ohne ihren Einsatz wäre eine solche Publikation nicht möglich gewesen. Der Vorstand möchte sich insbesondere bei Franziska Linke und Timo Werth bedanken.

Der Vorstand

Sara Engelberg, Marilena Geugjes, Marko Hermsen, Vincent Stüber, Emil Unrath

Heidelberg, Februar 2018