Mit der mittlerweile 25. Ausgabe des Konfliktbarometers setzt das HIIK seine jährlich erscheinenden Berichte zum weltweiten Konfliktgeschehen fort. Das Jahr 2016 stand im Zeichen zunehmender Gewalt in Syrien und Jemen, wo zwei neue intrastaatliche Kriege zu den bereits sechs bestehenden auftraten. Im Vergleich dazu wurde ein Rückgang gewaltsamer Auseinandersetzungen unter anderem auf den Philippinen, in der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo verzeichnet, wenn auch die genannten Länder weiterhin von gewaltsamen Konflikten betroffen sind. Im Bezug auf zwischenstaatliche Konflikte wurde nach temporärer Deeskalation des Konflikts zwischen Pakistan und Indien im Jahr 2015 wieder eine Intensitätssteigerung beobachtet. Insgesamt wurden 226 gewaltsame Konflikte registriert, von denen 38 hochgewaltsam waren. Zusätzlich wurden 176 gewaltlose Konflikte erfasst.

Dieses Jahr hat das HIIK offiziell den neuen Konfliktyp “transstaatlich” eingeführt, der Konflikte umfassen soll, welche sowohl staatliche als auch nicht-staatliche Akteure enthalten und gleichzeitig die Kriterien eines politischen Konflikts in mindestens zwei souveränen Staaten erfüllt. Diese methodische Anpassung ist die Antwort auf zunehmend neue empirische Realitäten des aktuellen Jahrzehnts, welche von der existierenden staatszentrierten Typologie nicht hinreichend erfasst werden konnten.

Das Konfliktbarometer 2016 enthält außerdem einen ausführlichen Bericht der Aktivitäten internationaler und regionaler Organisationen, die sich der Konfliktresolution verschrieben haben. Ebenso wird eine detaillierte Analyse zwischenstaatlicher Konflikte gegeben.

Die finale Version des Konfliktbarometer 2016 kann hier heruntergeladen werden:

Der Vorstand des HIIK dankt allen Mitarbeitenden des diesjährigen Konfliktbarometers für ihre außerordentlichen Mühen. Besonderer Dank geht ebenso an alle, die über das Jahr in die Organisation des HIIK involviert waren.

Der Vorstand, Februar 2017